Marktgemeinde Schwarzenau




„Community Nursing“ startet im Waldviertel. WIR SIND DABEI!!

16.2.2022

"Waldviertler Gemeinden werden Pflege.fit." So nennt sich ein Projekt, das mittels "Community Nurses" auf die wesentlichste Herausforderung des Waldviertels reagiert - auf die ALTERNDE GESELLSCHAFT.

13 Gemeinden aus den Bezirken Gmünd, Horn, Krems und Zwettl haben sich gemeinsam erfolgreich um Community Nurses beworben. Im Rahmen eines Wettbewerbs des Bundesministeriums für Gesundheit, Soziales und Konsumentenschutz wurden die Gemeinden als österreichweites Pilotprojekt ausgewählt. Ebenso die Kleinregion Waldviertler Kernland, mit der bereits bei der Einreichung intensiv zusammengearbeitet wurde.

Ziel ist es, für Menschen - auch in kleinen Orten - die Möglichkeit zu schaffen, möglichst lange selbstbestimmt den eigenen Wohnraum nutzen zu können. Dazu braucht es gut qualifizierte Personen wie die Community Nurses, um

-  gezielt Bedarfserhebungen durchzuführen, damit die Angebote zum Bedarf passen,
-  im Vorfeld der Pflege Infos und gesundheitsfördernde Maßnahmen bereitzustellen,
-  Beratungs- & Informationstätigkeit für die Zielgruppe 75plus und deren Angehörige anzubieten,
-  Menschen rund um die Pensionierung Informationen und gesundheitsfördernde Aktivitäten nahe zu bringen, um den Pflegebedarf zu vermeiden bzw.
    hinauszuzögern,
-  die Kooperation mit Gesundheits-, Pflege- und Betreuungseinrichtungen zu optimieren, damit Parallelstrukturen vermieden werden und ein Pflege-
    netzwerk entsteht.

Dafür werden nun rasch geeignete Mitarbeiter:innen gesucht.

Voraussetzung, um als Community Nurse arbeiten zu können, ist eine Berufsberechtigung zur Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung.
Bewerbungen können unter  www.wohnen-im-waldviertel.at/cn  bis 28. Februar 2022 abgegeben werden. Dort finden Sie weitere Informationen zum Aufgabenbereich.

Die Nurses können durch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden nahe bei den Bewohner:innen arbeiten.
Sie stehen den Bürger:innen unterstützend zur Seite, besonders mit Hausbesuchen und Konsultationen. Kontakte werden gesucht, Situationen analysiert, Empfehlungen zur Verbesserung der Situation gegeben und Angehörige mit Rat & Tat unterstützt.

Zusammengearbeitet wird mit Regions- und Landeseinrichtungen, Allgemeinmediziner:innen, der Landesgesundheitsagentur (Kliniken, Pflegeheimen), Gesundheitsgewerkschaft, bestehenden mobilen Diensten, Wirtschaftsforum, Verein Interkomm, Agenturen, Wissenschaft u.a. Dazu kommt die enge Zusammenarbeit mit den Angeboten von Nachbarschafts-HILFE PLUS.

Finanziert von der „Europäischen Union – Next.Generation“ werden dann ab April 2022 neun Community Nurses ihre Arbeit in den 13 Gemeinden Allentsteig, Echsenbach, Eisgarn, Gföhl, Göpfritz an der Wild, Langau, Lichtenau im Waldviertel, Pölla, Rastenfeld, Reingers, Röhrenbach, Schwarzenau und Schweiggers aufnehmen, zwei weitere im Waldviertler Kernland.
Von den ca. 190 Nurses, die in Österreich für drei Jahre finanziert werden, gehen 7% in diese beiden Waldviertler Regionen.

Bei einem Besuch in Schweiggers konnten sich Bgm Kröpfl, Reinhard Waldhör und andere Regionsvertreter:innen über die praktischen Erfahrungen der engagierten DGKP Carina Katzenschlager informieren.

Vertreter des Pilotprojektes begleiten eine Community Nurse bei ihrer Arbeit in der Gemeinde Schweiggers:
DGKP Carina Katzenschlager (CN), Klient Rudolf Bauer MBA, Bgm. Günther Kröpfl (Vorsitzender der ARGE), Reinhard Waldhör (Gesundheitsgewerkschaft),
Bgm. Christian Seper (Obmann Kleinregion Kernland), Bgm. Günther Schalko (Gemeinde Gastern)
(Foto: ARGE Pflege.fit)


„Die alternde Gesellschaft im Waldviertel ist eine große Herausforderung für die Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Um die Lebensqualität im Alter zu sichern, engagieren sich Waldviertler Gemeinden rund um das Thema Pflege in Kooperation mit bestehenden Einrichtungen. Deshalb hat auch der Verein Interkomm und die Initiative „Wohnen im Waldviertel“ die Projekteinreichung unterstützt.“, erklärt Bgm Günther Kröpfl als Sprecher der 13 Gemeinden.

„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen im Waldviertel für ihr Engagement rund um die erfolgreiche Projekteinreichung. Community Nurses sind ein zentrales Projekt in der Pflegereform des Bundes und können eine wichtige Anlaufstelle für Fragen rund um den Gesundheits- und Pflegebereich sein“, gratulierte Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zur erfolgreichen Einreichung und weiter: „Es ist aber auch wichtig, dieses neue Angebot zu begleiten und nach gewisser Zeit zu evaluieren. Ich wünsche für die Durchführung allen Beteiligten alles Gute.“

Community Nurses sollen zentrale Ansprechpersonen für Betroffene sein und niederschwellig, regional, wohnortnah und bedarfsorientiert pflegerische Unterstützung anbieten.

Auf Bundesebene wird das Projekt von der Gesundheit Österreich GmbH und vom Fond Gesundes Österreich begleitet.
Bundesminister Mückstein bei der Bekanntgabe der Pilotprojekte dazu: „Die Etablierung von Community Nursing-Pilotprojekten soll dazu beitragen, die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung - insbesondere von Risikogruppen und älteren bzw. chronisch erkrankten Personen - zu verbessern. Unter anderem geht es darum, den Verbleib älterer Menschen in ihrem Zuhause zu fördern und pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen unter die Arme zu greifen sowie pflegerische und gesundheitsbezogene Angebote in den Kommunen sichtbarer und somit nutzbarer zu machen.“

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